Ausgewählte Reiseperlen im ländlichen Siebenbürgen

Beliebt in unserem Angebot sind die sogenannten Reiseperlen im ländlichen Raum Siebenbürgens. Es sind vor allem abwechslungsreiche Arrangements, meistens Halbtagesbesuche, in kleine, oft nichttouristische Dörfer, die die Reise in Siebenbürgen unvergesslich machen. Unsere Highlights sind dabei immer die Menschen und deren Erzählungen, Geschichten oder Legenden!
Wir unterstützen vor allem kulturelle Begegnungen so dass die meisten Besichtigungen und Besuche eine besondere Erfahrung, sowohl für die Einheimischen als auch für die Reisegäste werden. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und erstellen Ihnen kostenlos und unverbindlich einen Programmvorschlag, der die gewünschten Programmpunkte enthält.

Mit dem Käseexpress im Harzsammlerdorf – Rasinari (Städterdorf)
Fahrt mit dem sogenannten Käseexpress (Straßenbahn im Jungen Wald), vorbei am Freilichtmuseum bis ins Harzsammlerdorf Rasinari, am Fuße der Südkarpaten. Kurzer Spaziergang in Begleitung des örtlichen Pfarrers durch das Dorf, Geburtsort des Philosophen und Aphoristikers Emil Cioran, sowie des Dichters Octavian Goga, mit Besichtigung der orthodoxen Kirche. Anschließend Käsekostprobe und deftiges Abendessen inkl. Schnaps und Volksmusik im Garten  einer Bauernfamilie.

Auf Hirtenpfaden – Lammbraten in der Marginime (Hermannstädter Umland)
Ausflug im ethnographischen Raum Marginime, typisch für die Hirtendörfer entlang der Südkarpaten: außenbemalte Kirche sowie ein Hutmacher und ein Handwerker in Saliste, eine Wassermühle und das kleine Schäfermuseum in Poiana Sibiului. Mittagessen mit Lammspezialitäten bei  Familie Moraroiu in Jina und Besichtigung einiger Hirtenhäuser, wo  Weberinnen Ihre Wollprodukte ausstellen. Anschließend Besuch bei einem großen Schafbauern mit traditioneller Schafzucht  und Wanderung zur Stana, Gespräch mit den Vertretern der örtlichen Verwaltung zum Thema Schafzucht und Vermarktung.

Michelsdorf (Boarta) – Eine Legende für jede Sprache
1770 entstand hier die barocke Residenz der Thobiassy – heute eine Ruine. Ihr letzter Bewohner, bis 1870, war Familie Bartók. Teile dieses Besitzes wurden später an die Familie des Volksschullehrers Johann Radler verkauft. Aus dieser Familie stammt jene bedeutende Frau, der wir die einmaligen Legenden aus dem Kaltbachtal zu verdanken haben.
Frida Radler-Binder war eine vielseitige Persönlichkeit und eine künstlerisch begabte Frau, sie sammelte zahlreiche Erzählungen und Legenden aus dieser Gegend. Gespräch mit dem Pfarrer, Führung durch das Dorf und Picknick im Obstgarten.

Deutsch Kreuz (Crit) – Zu Gast bei Familie Ghita mit Wein und lokale Spezialitäten
Die Ortschaft liegt zwischen Schäßburg und Kronstadt, an einem linken Seitenbach der Großen Kokel, wobei der Name sich von der 1270 gebauten „Steinkirche zum hl. Kreuz“ ableitet. Die romanische Basilika musste Anfang des 19 Jh. einem klassizistischem Bau weichen. Typisch für diese Gegend und sächsische Dörfer allgemein, sind die schön verzierten, inzwischen auch renovierten Hausfassaden. Führung durch das Dorf, mit Besichtigung der Dorfkirche, eines Imkers und einer traditionellen Kohlenbrennerei. Anschließend Weinkostprobe und Mittagessen mit lokalen Spezialitäten im großen Obstgarten der Familie Ghita.

UNESCO Weltkulturerbe Birthälm (Biertan) – Picknick im Burghof
Knapp 300 Jahre befand sich hier der Bischofssitz der evangelischen Kirche der Siebenbürger Sachsen. Die stolze Kirchenburg erhebt sich malerisch auf einem Berggipfel inmitten des Ortes, umgeben von 3 Ringmauern sowie 9 Türmen und Basteien. Die Kostbarkeiten im Innern der Kirche: der größte Flügelaltar Siebenbürgens mit 28 vorreformatorischen Bildtafeln sowie die Sakristeitür mit einem weltberühmten handwerklich kunstvollen Schloss. Führung durch die Gemeinde (Handwerkstatt, älteste Dorfapotheke in Siebenbürgen, Bauernhof) und Besichtigung der Kirchenburg, anschließend Picknick im Burghof.

Deutsch – Weißkirch (Viscri) – Kostbarkeiten einer siebenbürgischen Dorfgemeinschaft
Nach 10 Jahren gemeinsamer Arbeit von Sachsen, Rumänen und Roma im Ort ist inzwischen ein neuer Gemeinschaftssinn entstanden. Die meisten identifizieren sich zunehmend mit den Traditionen und sind sich dessen bewusst, dass diese einzigartige Kulturlandschaft einen hohen Wert darstellt. Führung im Dorf durch einen Vertreter des Mihai Eminescu Trusts, Besichtigung einiger renovierten Häuser, eines Handwerkers und der Kirchenburg. Gespräch über die Tätigkeit des Vereins bei einem Picknick, geboten wird traditionelle Dorfküche.

Keisd (Saschiz) – zieht mit Geschmack und Erlebnissen an
Der Ortsname, ungarisch Szászkézd, ist magyarischen Ursprungs und kommt von “Kez” = Hand, für den Begriff Schutz oder Burg. Die Sachsen besiedelten Keisd nach der Umsiedlung der dort lebenden Szekler Grenzwächter (1200-1223). In Begleitung eines Vertreters der Adept Foundation besichtigen wir die Burg, die Dorfkirche sowie einen Handwerker. Bei dem anschließenden Mittagessen in einem Bauernhof, werden wir über die Aktivitäten des Vereins informiert.

Mardisch (Moardãs) – ein Dorf sucht seine Zukunft
Eine kleine, früher sächsische Gemeinde am Rande des ehemaligen Königbodens. Hier kam Christian Barth zur Welt, evangelischer Bischof kurz nach der Reformation. Vlad Ţepes, besser bekannt als Dracula, schmiedete hier seine Pläne zur zweiten Thronbesteigung. Der Sage nach ist Kaiserin Maria Theresia in Mardisch nur knapp dem Tod entgangen. Diese und noch mehr Historien erfahren wir während eines Spaziergangs durch das Dorf. Dabei können Sie den verblichenen Spuren ehemaliger sächsischer Dorfkultur nachspüren. Heute versucht Mardisch zu neuem Leben zu erwachen. Sie erhalten nützliche Erklärungen über das gerade laufende Renovierungsprojekt der Kirchenburg. Anschließend Kaffee und Kuchen.

Arbegen (Agarbiciu) – Auf den Spuren der Schriftstellerin Maria Haydl
„Mein Zauberwort heißt Arbegen. In diesem Wort steckt für mich Heimat und Kindheit! Wenn ich diese Worte höre, leuchten alle Sterne und alle Glocken“ erzählt Maria Haydl in ihrer Geschichte „Eine Truhe voll Kupferkreuzer”. Im Jahre 1910 geboren, ist Maria Haydl vor allem für ihre Bühnenstücke in siebenbürgisch-sächsische Mundart bekannt. In Begleitung der Dorflehrerin oder des Pfarrers wird uns ein Spaziergang durchs Dorf angeboten sowie die Besichtigung der Kirchenburg. Anschließend Imbiss im Garten des Pfarrhauses und Orgelkonzert. Die Orgel ist mindestens 300 Jahre alt und wurde zuletzt 1976 vom Orgelbauer Hermann Binder gründlich restauriert. Es ist eine mechanische Orgel mit 2 Manuals, 17 Registern und insgesamt 930 Pfeifen.

Hundert Hügel und kräuterreiche Wiesen im Harbachtal – Hundertbücheln (Movile)
Bei der Fahrt durch das Harbachtal fällt einem gewiss die Ansammlung welliger Erhebungen auf, die wie riesige Hühnengräber aus dem leicht geneigten Gelände herausragen. Es sind Rutschungshügel, eine charakteristische Naturerscheinung in Siebenbürgen. Während einer kurzen Wanderung sehen wir die Rutschungshügel, Erosionsrinnen und Sandgruben, aber auch viele Steppenpflanzen: Adonisröschen, Nickend Salbei, Narzissen, Sumpfknabenkraut oder Sumpfwurz. Anschließend erholen wir uns im Garten der Kirchenburg, wo uns ein junger Restaurator die Geschichte der Kirchenburg erzählt. Ein Bauernpicknick sowie ein eiskalter Kräutertee stehen heute im Angebot.

Mediasch (Medias) – Osmanische Teppiche und gotischer Flügelaltar
Das Kirchenkastell wurde im 14. Jh. gebaut. Die Ausstattung der Kirche ist hochwertig. Hier befindet sich der wertvollste gotische Flügelaltar Siebenbürgens aus dem 15. Jh., sowie das älteste erhaltene bronzene Taufbecken aus dem 14. Jh. Sehenswert sind darüber hinaus eine gotische Steinkanzel, eine klangvollendete, große Orgel sowie anatolische Teppiche. Nicht unerwähnt bleiben darf der Kirchenturm, genannt „Trompeterturm“. Besichtigung der Kirche mit dem Stadtpfarrer, anschließend kurzes Orgelkonzert und Gespräch bei einem Picknick im Pfarrgarten.

Biokäse, Sagen und besondere Bauplastik in Meschen (Mosna)
Der Name (sächsisch Mäschn) wird zurückgeführt auf das slawische musina, “Fliege”, “Mücke”. Eine Sage erzählt, dass die ehemaligen deutschen Einwanderer unschlüssig waren, in welche Richtung sie ziehen sollten. Sie schlossen sich einer “Mäsch” (einem Spatz) an, und wo diese Halt machte, ließen sie sich nieder, bauten eine Kirche und gaben dem Ort den Namen des Vogels. Besichtigung der Kirchenburg, eine der schönsten in Siebenbürgen, inkl. Führung durch den Dachstuhl und das kleine Dorfmuseum. Anschließend Besichtigung eines Bauernhofes, der alten Dorfmühle sowie eines Bioherstellers der bekannt ist für seinen Quark, Joghurt und Käse. Zum Schluss Mittagessen im 1794 erbauten Pfarrhaus, wo Mitte des 19. Jhs. Pfarrer Stephan Ludwig Roth (1796 – 1849, berühmter siebenbürgisch-sächsischer Schriftsteller, Schulreformer und Politiker) lebte und arbeitete.

Wurmloch (Valea Viilor) – Projekt Ökomuseum und UNESCO Weltkulturerbe
Die Kirchenburg in Wurmloch ist eine der größten und eindruckvollsten Wehrkirchen in ganz Siebenbürgen. Sie wurde aufgrund ihres hohen architektonischen Wertes und ihrer nahezu vollständig erhaltenen Befestigungsanlagen 1999 als Weltkulturerbe unter den Schutz der UNESCO gestellt. Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche Ende des 15. Jhs. Besichtigung der Kirchenburg und des Dorfmuseums mit seiner schönen Fotoausstellung und Spaziergang durchs Dorf mit Besichtigung mehrerer Bauernhöfe. Anschließend Picknick im Obstgarten des Pfarrhauses.

Gespräch über Literartur und Geschichte mit Eginald Schlattner in Rothberg (Rosia)
Er wuchs in Fogarasch – am Fuße der Karpaten – auf und studierte bis zu seiner Relegation evangelische Theologie in Klausenburg (Cluj), anschließend Mathematik und Hydrologie. 1957 wurde er verhaftet und 1959 wegen „Nichtanzeige von Hochverrat“ verurteilt. Nach der Entlassung arbeitete er als Tagelöhner und später als Ingenieur. 1973 nahm Schlattner noch einmal das theologische Studium auf. Er war bis zur Pensionierung evangelischer Pfarrer in Rothberg und auch als Gefängnispfarrer in Gherla tätig. Auch nach seiner Pensionierung ist er weiterhin als Gefängnispfarrer, sowie als evangelischer Pfarrer tätig. Gespräch im Pfarrhof bei Kaffee und Kuchen.

Eine lebendige Burg – Heltau (Cisnadie)
Unter diesem Motto bietet die evangelische Kirchengemeinde seit 2007 ein reichhaltiges Kulturprogramm an. Wir besichtigen die Kirchenburg sowie zwei sehenswerte Ausstellungen über fast 9 Jahrhunderte sächsischer kirchlicher Kultur in Heltau. Danach ein kleines Museum des Kommunismus. Dazu erzählt uns der Pfarrer bei Kaffee und Kuchen mehr über das „Sebastian Hahn“ Projekt, welches durch die Fortführung der guten alten siebenbürgischen Handwerkstraditionen menschenwürdige Arbeit anzubieten versucht. Auf Wunsch können wir auch an einem Orgelkonzert teilnehmen.

Dorfentwicklung und Sozialprojekte mit Hosman Durabil in Holzmengen (Hosman)
Geführt von einem Vertreter des Vereins Hosman Durabil geht es zu Fuß durch das Dorf, erstmals zur Kirchenburg, eine der schönsten und eindruckvollsten im Harbachtal. Sehenswert ist vor allem das Westportal, es gehört zu den wertvollsten Zeugen romanischer Bauplastik in Siebenbürgen. Bei einem Picknick mit lokalen Kostbarkeiten erzählt man uns über die laufenden Projekte (Kulturweg Brukenthal, Alte Fassaden, Instandsetzung der Mühle) sowie über die Entwicklungen der letzten Jahre im Harbachtal.

Sommersitz und Parkanlage Samuels von Brukenthal in Freck (Avrig)
Die Sommerresidenz von Baron Samuel von Brukenthal wurde bereits im 18. Jh. aufgrund ihrer einzigartigen Lage am Fuße der Südkarpaten, am hohen Ufer neben dem Altfluß und aufgrund ihrer reichen Gartenkultur als “Gesundbrunnen” und “Siebenbürgisches Eden” über die Landesgrenzen Siebenbürgens hinaus bekannt. Die fachgerechte Wiederherstellung der Parkanlage wird durch ein Parkpflegewerk sichergestellt. Führung durch die Parkanlage mit anschließendem Gespräch in der Orangerie bei einem Erfrischungsgetränk.

Malmkrog (Malancrav) – bekannt für Apfelsaft und als Stammsitz der Adelsfamilie Apafi
Die Ortschaft befindet sich in einem Seitental zwischen Schäßburg und Mediasch und ist ab 2007 über eine asphaltierte Straße erreichbar. Bekannt wurde neulich der Ort vor allem nach den Besuchen von Prinz Charles: Die Begründung liegt beim früheren Herrenhaus der Apafi Familie, vom Mihai Eminescu Trust stillvoll renoviert und jetzt als Gästehaus zur Verfügung steht, auch für den Prinzen von Wales! Besichtigung der romanischen Kirche, des Herrenhauses sowie eines Handwerkers. Picknick und Gespräch über das Dorfleben mit einem Mitarbeiter des Vereins.

Das Trappold-Projekt (Apold) des CasApold – ein Handwerker erzählt
Ziel ist es, die mittelalterliche, siebenbürgisch-sächsische Kirchenburg von Trappold vorsichtig zu sanieren und wiederzubeleben. Geplant ist, die Kirchenburganlage später einmal als regionales und überregionales Begegnungs- und Fortbildungszentrum zu nutzen. Ein besonderes Anliegen in diesem Rahmen ist die Förderung des traditionellen Handwerks in der Region. Führung durch die Kirchenburg durch den Restaurator mit anschließendem Gespräch bei Kaffee und Kuchen, mit Erklärungen zu den laufenden Arbeiten.

Reussdorf (Cund) – aktiv und kreativ in Siebenbürgen
Das Dorf ist geprägt von den noch allgegenwärtigen Traditionen und Bräuchen der über 800 Jahre die Kultur dieses Landstriches dominierenden Siebenbürger Sachsen. Viele der Dorfbewohner sprechen noch Deutsch. Verbindliche, herzliche und traditionelle Familienstrukturen prägen das Leben der Dorfbewohner, die größtenteils Selbstversorger oder selbständige Kleinbauern sind und Besucher freundlich aufnehmen. Spaziergang durchs Dorf mit Besichtigung der Werkstätte (Tischlerei, Schmiede, etc.) und einiger renovierten Bauernhäuser. Optional Kutschenfahrt oder Reitmöglichkeiten. Im Restaurant Valea Verde bieten wir Ihnen anschließend eine besondere Mahlzeit (4 Gangmenü).

Goldwege in den Westkarpaten – Rosia Montana
Rosia Montana zählt zu den bedeutendsten Gold-Lagerstätten Europas. Seit 2000 Jahren wird hier Gold abgebaut. Wegen dieser und anderer reichen Goldvorkommen machte Kaiser Trajan im Jahre 106 n. Chr. die Gebiete nördlich der unteren Donau, Dacia, zur römischen Provinz. Ein Mitarbeiter des Vereins Alburnus Maior begleitet uns auf der Tour durch das Minenmuseum, zu den römischen Gallerien und erzählt uns über aktuelle Debatten. Picknick an einem See oder im Hof eines Bildhauers.

Ökotourismus bei den Bioproduzenten aus Nucet (Johannisberg)
Der Vormittag beginnt beim Mähen (traditionell mit Sense) und geht weiter mit einer kurzen Wanderung zum Panoramapunkt – Fogarascher Berge. Zusammen mit den Gastgebern sammeln wir heute einige Heilkräuter und Waldbeeren. Nach dem Mittagessen helfen Sie bei der Vorbereitung der diversen Milchprodukte (Weißkäse, Joghurt) sowie Marmelade (Nuss- oder Kürbis). Der Nachmittag endet mit der Heimkehr der Kühe von der Weide, Sie dürfen gerne beim Handmelken mithelfen. Von Mitarbeitern der LAG Harbachtal erhalten Sie wichtige Infos über die ökologischen Vorhaben der Bewohner sowie traditionelle Landwirtschaft. Optional: feierliches Abendessen mit Lagerfeuer und Kesseleintopf während einer Darbietung lokaler Musikanten.

Alzen (Altana) – Ein junger Holzrestaurator führt uns durch sein Dorf
Die Besichtigung beginnt beim zukünftigem UNESCO Infozentrum. Das neulich renovierte Haus befindet sich im Zentrum Alzens und wurde laut einer Giebelinschrift im Jahr 1508 errichtet und 1870 renoviert. Es gehörte vermutlich zum Besitz der Grafenfamilie Gerendy, die im Alzen des 16. Jahrhunderts präsent war. Weiter geht es zur Kirchenburg und zur Privatsammlung ländlicher Objekte und Werkzeuge im Haus des Stefan Vaida. Anschließend Gespräch über das Dorfleben und aktuelle Entwicklungen im Harbachtal – gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Hof.

Sambata – Kloster und Lipizzanergestüt am Fuße der Fogarascher Berge
Das Kloster wurde vom Fürsten Constantin Brancoveanu im 17 Jh. erbaut, jedoch im 18 Jh. unter habsburgischer Herrschaft niedergebrannt. Führung durch das Ensemble, inklusive Klostermuseum (Ikonen und Manuskripte) und Mittagessen in der orthodoxen Akademie. Anschließend Besuch beim Lipizzanergestüt mit Brukenthal Schloss, früher zweite Poststation auf der Route Hermannstadt – Kronstadt.

Praid (Parajd) – Salzgrube im Szeklerland
Die Ortschaft liegt im Szeklerland, im Tal der Kleinen Kokel, am Fuße des Gurghiu-Gebirges und ist schon seit der Römerzeit durch die Salzbergwerke bekannt. Besichtigung des Salzbergwerkes (heute mit Weinkeller, Kurräumlichkeiten und Badeanlagen ausgestattet) und des kleinen Dorfmuseums mit wertvollen Gegenstände oder der reformierten Kirche. Anschließend Mittagessen in einem traditionell gebauten Gästehaus bei Familie Stefankovits.

Rimetea (Torocko, Eisenmarkt) – Ungarische Traditionen am Fuße des Trascau Gebirge
Einst als Bergwerksiedlung gegründet, ist dieser Ort mit seiner alten Siedlungsarchitektur heute eine besondere Attraktion. Spaziergang durchs Dorf (gut restaurierte Häuser, Familienmuseum Ida – die schönsten Heiratstrachten, unitarische Kirche, Mühle, etc) und Mittagessen bei Familie Demeter wo Sie auch Infos zum Projekt “Dorferhaltung und nachhaltige touristische Entwicklung” vom Transylvania Trust erhalten. Optional: Kurze Wanderung zum Piatra Secuiului („Szeklerstein“) oder zu den Ruinen der Burg Coltesti, Eigentum der Adelsfamilie Thoroczkai.

Slow Food Turda (Thorenburg)
Erstmals als eine Siedlung der Daker (Potaissa) und später als römische Festung bekannt. Heute zieht die Ortschaft Ihre Besucher mit vielfältigen Sehenswürdigkeiten an: die Thorenburger Schlucht und die Salzmine. Wir haben noch etwas für Sie gefunden: Thorenburger Braten mit Zwiebel. Treffen mit Vertretern von Slow Food und Besuch bei einem Produzenten in den Dörfern westlich von Turda, anschließend festliches Mittagessen.

Gebirgsdorf Talmacel (Klein Talmesch) – Traditionelle Küche bei einer Bauernfamilie
Unweit des Roten Turm Passes, zwischen Siebenbürgen und der Walachei, liegt Talmacel, früher Teil der größeren Ortschaft Talmesch. Nach einer kurzen Wanderung durch die Obstgärten des Dorfes Besichtigung der orthodoxen Kirche mit schönen Außenmalereien und Führung durch den Pfarrer. Die beiden Schafzüchter der Familie Barbosa erzählen uns über Ihre Traditionen; Kostprobe von diversen Käse- und Wurstspezialitäten. Ein deftiges Mittagessen beendet die heutige kulinarische Erfahrung und Geschichte.

Honigberg (Harman) – Mächtige Wehranlage mit höchster Turm im Burzenland
Honigberg hat eine der am besten erhaltenen Kirchenburgen Siebenbürgens. Im frühen 13. Jh. durch den deutschen Ritterorden gegründet und 1240 erstmals urkundlich erwähnt, zählte Honigberg zu den 13 freien Gemeinden des Kronstädter Bezirks. Sehenswert sind außer den Innenausstattungen auch die Wohnzellen an der Südseite. Die Führung übernimmt heute Herr Dieners, der Burghüter. Weiter geht’s es mit einem Gespräch und Besichtigung eines Ateliers für Orgelbauer sowie einem leckeren Mittagessen.

Siebenbürgisch-sächsische Traditionen in Michelsberg (Cisnadioara)
Ca. 15 Minuten dauert es bis ins nahe gelegene Dorf Michelsberg im Silberbachtal, am Fuße der Südkarpaten. Besichtigung der romanischen Kirche auf dem Michelsberg und der kleinen Dorfkirche. Anschließend Tour durchs Dorf, sowie Besichtigung bei einem Handwerker. Abendessen mit lokaler Küche und vielen Legenden.

Rumänischer Abend in Sibiel (Budenbach)
Die „Marginime“ oder Hermannstädter Umland gilt als eine der traditionsreichsten rumänischen Gegenden des Landes. Hier liegt auch das frühere Hirtendorf Sibiel. Nach der Besichtigung des einzigartigen Glasikonenmuseums im Hof der Dorfkirche unternehmen wir eine Dorftour im Pferdewagen und leichte Wanderung durch die Obstgärten. Anschließend sind wir Gäste der Familie Constandel: Schnapskostprobe und deftiges Abendessen mit Volksmusik.